3 Gründe für die Einnahme von BCAA

Was sind BCAA eigentlich?
Wann nehme ich sie?
Und: Warum überhaupt sollte ich BCAA einnehmen?

 

Nun, um mal vorne anzufangen: BCAA (englisch branched chain amino acid), das sind die drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin.
Essentiell bedeutet dabei, dass der Körper NICHT in der Lage ist, diese Aminosäuren selbst herzustellen - er ist also darauf angewiesen, dass sie mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden.
Aminosäuren? Habt Ihr schon zig mal gehört! Aber mal ehrlich, was ist das genau? Und wo ist da der Unterschied zu Proteinen?
Aminosäuren sind sozusagen die “Umgangsform” des Körpers für Eiweiße (Proteine).
So wie Kohlenhydrate (z.B Stärke oder Maltodextrin) erst zu Glucose umgewandelt werden müssen, damit der Körper Energie daraus gewinnen kann, so müssen Proteine zuerst zu Aminosäuren aufgespalten werden, damit der Körper sie z.B für Reperaturprozesse nutzen kann.

Einnehmen kann man BCAA zu allen Zeitpunkten rund um körperliche Aktivitäten:
Vor und nach dem Training und bei langen Einheiten oder Wettkämpfen auch bereits während der Aktivität.

Von den Zeitpunkten, WANN ich BCAA zuführen kann, kommen wir nun zu den Gründen, WARUM man sie überhaupt nehmen sollte:

BCAA können dem Körper unter Belastung als Energiequelle dienen!

Solange freie BCAA im Blutkreislauf vorhanden sind, baut der Körper die eigene Muskulatur nicht ab, um daraus Energie zu gewinnen (sie wirken antikatabol, sprich “dem Abbau entgegen”).

BCAA nach dem Training fördern die Regeneration!

Ihr seht also, welche Vorteile die BCAA uns Enduusiasten gerade für unser Nüchterntraining bringen können: Trainieren wir mit halb oder wenig gefüllten Kohlenhydratspeichern, um den Körper zu zwingen, vermehrt Fette zur Energiegewinnung zu nutzen, können wir durch den bedachten Einsatz von BCAA verhindern, dass der Körper bereits während der Aktivität damit beginnt, zusätzlich unsere hart antrainierte Muskelmasse wieder abzubauen und daraus Glucose herzustellen.

Denn: Fettstoffwechsel und Kohlenhydratverbrennung laufen IMMER gleichzeitig ab.

Wenn wir in einer leichten bis moderaten Intensität trainieren, nimmt der Fettstoffwechsel den deutlich größeren Anteil der Energiegewinnung ein und die Kohlenhydratverbrennung rückt in den Hintergrund (sie endet jedoch nicht ;) ). Das wiederum heißt: Der Körper wird aufgrund von Glucosemangel irgendwann damit beginnen, die eigenen Muskeleiweiße aufzulösen, um sich daraus eigenen “Zucker” herzustellen. Dieser Prozess ist für den Körper immernoch weniger aufwändig als direkt die Fette in Energie umzuwandeln. Da ist der Körper halt anders als wir Enduusiasten :)

Mit zunehmender Trainingsdauer bekommt unser “Nüchterntraining” also zusehends einen faden Beigeschmack, da wir den Körper zwingen, neben der Energiegewinnung aus Fett auch auf “selbstgemachte Energie aus Eiweißen” zurückzugreifen - und die nimmt er sich, wenn nicht frei in der Blutbahn vorhanden, direkt aus den Muskelzellen. Genau diesem Problem können wir durch die Einnahme von BCAA jedoch entgegenwirken.

Weitergedacht kann man dieses Szenario auch auf ein langes Training oder einen Wettkampf anwenden, bei dem wir mit prall gefüllten Energiespeichern starten. Sind die Depots irgendwann entleert, beginnt dasselbe Szenario. Auch hier sind wir in der Lage, durch BCAA gegenzusteuern.

Nach dem Training können wir durch die Einnahme von BCAA unsere Insulinproduktion erhöhen. Das führt zu einer besseren Regeneration, da Insulin das “aufbauenste” (anabolste) Hormon des Körpers ist. Darüber hinaus wird ein Absinken des Glutaminspiegels verhindert, was der Infektanfälligkeit entgegenwirkt.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass wir Enduusiasten vor allem vor dem (Nüchtern-)Training von der zusätzlichen Einnahme von BCAA profitieren können. Aber auch nach Trainingsende kann ein Einsatz sinnvoll sein.

 

Fazit:

  • BCAA sind für Ausdauersportler ideal für 'kohlenhydratarme' Trainingseinheiten
  • BCAA fördern die Regeneration
  • BCAA schonen die körpereigenen Muskeleiweiße

Welche Erfahrungen habt ihr mit BCAA gemacht? Schreibt uns ein Kommentar!

 

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Über den Autor

Sebastian Alt (24) ist Gastautor bei enduu, ausgebildeter Physiotherapeut, ambitionierter Triathlet und Enduusiast aus Überzeugung. Nach seinem Einstieg in den Triathlonsport im Jahr 2012 finishte er 2015 seine erste Langdistanz beim legendären Rennen in Roth.

 

 

 

 




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